19.01.18Berlin

Metall-Arbeitgeber rufen IG Metall zur Kompromissbereitschaft auf

Dritte Verhandlungsrunde bleibt ohne Ergebnis. Moschko: „Brauchen Bewegung vor allem bei Arbeitszeit-Flexibilität“

In der Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie haben Arbeitgeber und IG Metall auch in der dritten Verhandlungsrunde in Berlin und Brandenburg am Freitag noch keine Lösung gefunden. „Um zu einem Abschluss zu kommen, der die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sichert, muss sich die Gewerkschaft noch deutlich bewegen. Hier hätten wir uns mehr Kompromissbereitschaft gewünscht“, sagte Stefan Moschko, der Verhandlungsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg (VME). „Auch bei den besonders kontroversen Themen halten wir Lösungen für denkbar. Dazu braucht es aber auf der anderen Seite auch mehr Realismus.“

"Brauchen die Möglichkeit, Arbeitszeitvolumen zu erhöhen"

Vor allem bei der Arbeitszeitflexibilisierung gebe es noch viel zu tun. „Es kann nicht nur um den Anspruch gehen, die Arbeitszeit individuell abzusenken. Wir brauchen auch die Möglichkeit, das Arbeitszeitvolumen zu erhöhen. Der Fachkräftemangel wird für unsere Unternehmen zu einem immer wichtigeren Thema. Nicht zuletzt haben auch viele Arbeitnehmer den Wunsch, mehr zu arbeiten und damit mehr zu verdienen“, mahnte Moschko. Einen Teilentgeltausgleich für Beschäftigte mit Kindern oder mit Pflegebedarf in der Familie lehnt der VME weiter ab. „Die Vorstellungen der IG Metall in dieser Frage sind ein großes Hindernis.“

Das gelte auch für das Thema Geld. „Wir haben immer gesagt, dass wir die Arbeitnehmer fair am Erfolg beteiligen wollen. Wir haben hier schon einen großen Schritt in Richtung der IG Metall getan.“ Moschko verwies auf das Angebot einer Einmalzahlung von 200 Euro und einer Entgelt-Erhöhung von zwei Prozent ab April 2018 für zwölf Monate. „Klar muss aber sein: Was wir vereinbaren, muss für die Firmen auch in schwierigeren Zeiten tragbar sein.“

"Arbeitskampf-Maßnahmen bringen uns nicht weiter"

Die Metall-Arbeitgeber unterstrichen ihre Bereitschaft, in den Gesprächen weiter voran zu kommen. „Weitere Arbeitskampf-Maßnahmen bringen uns einem Kompromiss aber keinen Millimeter näher. Wir müssen den Knoten am Verhandlungstisch lösen“, sagte Moschko.

Die Arbeitgeber informieren auf www.zukunft-statt-zu-teuer.de über ihre Positionen und über den Stand der Auseinandersetzung.

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e. V. (VME) vertritt die Interessen der größten Industriebranche der Region. Er ist regionaler Tarifpartner der Branchengewerkschaften der M+E-Industrie. Daneben setzt er sich für die Belange seiner Unternehmen in der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik ein. Dem VME gehören 138 Unternehmen an. Auf Bundesebene ist der VME mit anderen regionalen Metallarbeitgeberverbänden im Dachverband GESAMTMETALL zusammengeschlossen. Der VME ist der größte Mitgliedsverband der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).

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