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Am 18. August 2011 hat der dritte Workshop des Projektes Fachkräftesicherung durch betriebliche Weiterbildung im Berliner Haus der Wirtschaft stattgefunden. Es referierte Prof. Dr. Alfred Quenzler zum Thema „Neue Wege zur Fachkräftegewinnung im Internet“.
Prof. Quenzler betonte: „Die Unternehmen sollten sich den Herausforderungen des Web 2.0 stellen und die damit verbundenen Optionen der Firmenpräsentation, der Ansprache von potentiellen Bewerbern nutzen. Das Internet bietet diverse Möglichkeiten verschiedenste Zielgruppen zu erreichen und ermöglicht eine Verbreitung in einem nie vorher möglichen Umfang.“ Wichtig ist zu wissen, welche Möglichkeiten das Web 2.0 bietet und welches Tool für das verfolgte Ziel am besten geeignet ist. Was sind Karrierewebseiten, wer nutzt sie, wie kann ich als Unternehmen von diesen Möglichkeiten profitieren und welche Chancen aber auch Risiken verbergen sich hier, waren die wesentlichen Fragen und Inhalte des Workshops.
Prof. Quenzler, der über eine langjährige Expertise als Abteilungsleiter des Bereiches Internationales Personalmarketing der Audi AG sowie als Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt verfügt konnte das Thema sehr praxisnah und unternehmensspezifisch beleuchten. Wesentlich für die Personalgewinnung der Zukunft, so Quenzler, sind Employer branding, Talent-Relationship Management und die Unternehmenskultur. „Corporate Social Responsibility (CSR), also die unternehmerische Sozialverantwortung ist immer häufiger Gegenstand von Bewerbungsgesprächen“, schilderte Projektmitarbeiter Martin Harz aus seinen Erfahrungen im Umgang mit Unternehmen. Angebote eines Betriebes zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen dabei ganz oben auf der Agenda. „Heute fragen Bewerberinnen und Bewerber welche Leistungen – vom Betriebskindergarten bis zur betrieblichen Zusatzrente – der Arbeitgeber anbietet“, ergänzte Jutta Wiedemann vom Projektteam Fachkräftesicherung.
Vor diesem Hintergrund analysierte Prof. Quenzler die Firmenwebsites der am Workshop teilnehmenden Unternehmen stichprobenartig aus. „Studenten meines Fachbereiches bewerteten anhand bestimmter Kriterien die Homepages aus Sicht von potentiellen Bewerbern“, erläuterte er das Vorgehen. Neben der Einbindung von Social Media wie XING, Facebook oder Youtube ging es auch um den Informationsgehalt der Karriereseiten. Genau hier, so Martin Harz vom Projektteam Fachkräftesicherung, werden wir mit Unterstützung von Prof. Quenzler in unserem Folge-Workshop „Der Bewerber als Kunde – Fachkräfte binden und integrieren“ am 22. September ansetzen.
Das Projekt „Fachkräftesicherung durch betriebliche Weiterbildung“ ermöglicht mit Hilfe des selbst entwickelten Fachkräftechecks unter anderem eine Analyse der Gestaltungsfelder des Personalmarketings. Bisheriges Fazit des Projektteams: „Als aktuelles Ergebnis der bis zum jetzigen Zeitpunkt ausgewerteten Fragebögen kann man feststellen, dass die Unternehmen ihre Arbeitgebermarke als nicht ausreichend präsent in den relevanten Zielgruppen sehen.“
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