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Pressemitteilung des VME vom 19.08.2011

„Auszubildende gesucht!“ - Betriebliche Ausbildung ist ein zentraler Baustein für die Fachkräftesicherung

VME: Metall- und Elektroindustrie erhöht Ausbildungsplatzangebot und sucht Bewerber/Regionaldirektion schaltet Hotline frei für Ausbildungssuchende

Die betriebliche Ausbildung ist ein zentraler Baustein für die Fachkräftesicherung der Betriebe. Das erklärte heute der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME). Christian Amsinck, VME-Hauptgeschäftsführer, wies darauf hin, dass die Zahl der Beschäftigten in der regionalen M+E-Industrie in 2010 mit mehr als 100.000 das Vorkrisenniveau von 2008 übertroffen hat. Aufgrund dieser positiven Beschäftigungsentwicklung wird auch der Bedarf an Auszubildenden größer werden. Die Unternehmen in der Region haben deshalb ihr Ausbildungsangebot verstärkt. Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze wurde gegenüber dem Vorjahr um mehr als 13 Prozent gesteigert. 

Christian Amsinck erklärte weiter: „Alleine in der Metall- und Elektroindustrie in der Region hat nach einer jüngsten Umfrage unter den Unternehmen der Branche jeder fünfte Betrieb in diesem Jahr sein Ausbildungsplatzangebot erhöht. Die Zahl der Ausbildungsstellen auch im kommenden Jahr weiter zu erhöhen, plant jedes siebte Unternehmen. Bei 54 Prozent der Metall- und Elektrobetriebe in Berlin und Brandenburg sind währenddessen die Bewerberzahlen in diesem Jahr gegenüber dem vergangenen Jahr zurückgegangen.“ 

„Die Branche bietet attraktive Berufe an, die hochspezialisiert sind und technisches Verständnis erfordern. Dabei sind für die Unternehmen nicht das Alter, Herkunft oder Spitzennoten ausschlaggebend, sondern Leistungsvermögen und Teamfähigkeit. Angesichts des demographischen Wandels und des steigenden Fachkräftebedarfs haben Berufe in der Metall- und Elektroindustrie Zukunft. Eine Ausbildung in der M+E-Industrie bietet deshalb gute Perspektiven!“, sagte Christian Amsinck.

Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz für dieses Jahr gefunden haben, rief Christian Amsinck auf, sich bei den Arbeitsagenturen auf die offenen Stellen zu bewerben. Wenige Tage vor dem Start des Ausbildungsjahres sind immer noch 3.500  Ausbildungsstellen in der Metall- und Elektroindustrie unbesetzt. Gleichzeitig suchen Bewerber noch Ausbildungsplätze. Auf Initiative des VME hat die Regionaldirektion Berlin Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit deshalb eine Telefonhotline unter

                                    0180-155 5111

eingerichtet. Dort können sich Lehrstellenbewerber persönlich an einen Berufsberater weitervermitteln lassen und sich für offene Stellen bewerben.

Christian Amsinck forderte, die Anstrengungen weiter zu verstärken, damit keine Stellen unbesetzt bleiben. Bei der Nachwuchssuche setzen die Unternehmen besonders auf Kooperationen mit Schulen und sind auf Ausbildungsmessen vertreten. Ihnen stehen dabei der VME sowie seine Kooperationspartner wie das „Netzwerk Zukunft“ in Brandenburg und „Partner:Schule-Wirtschaft“ in Berlin zur Seite.

So unterstützt der VME die Betriebe als Partner der IdeenExpo 2011 in Hannover, Deutschlands größtem Wissens- und Mitmachevent für Naturwissenschaften und Technik. Vom 27. August bis zum 4. September wird der VME erstmals dort gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen und Auszubildenden an einem eigenen Stand vertreten sein. 500 Schüler aus Berlin und Brandenburg werden auf Einladung des VME dorthin reisen und sich für die Metall- und Elektroindustrie in der Hauptstadtregion begeistern können. 

Christian Amsinck appellierte abschließend an die Politik, die Rahmenbedingungen für Ausbildung zu verbessern. Dazu gehört, dass die Ko-Finanzierung beim Ausbildungsverbund gesichert bleiben muss. Die Länder Berlin und Brandenburg gewähren einen einmaligen Zuschuss für einen zwischenbetrieblichen Ausbildungsverbund in Höhe von bis zu 6.000 Euro bei Gesamtkosten zwischen 60.000 und 100.000 Euro für einen Ausbildungsplatz in der Metall- und Elektroindustrie.

Fachkräftesicherung gilt auch für die Lehrkräfte an den Berufsschulen und Oberstufenzentren. Deswegen müssen die Länder sowohl in die Anwerbung von jungen Berufsschullehrern investieren als auch die Ausstattung auf die Erfordernisse einer modernen Berufsausbildung ausrichten.

Ein gemeinsamer Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg bietet nach Auffassung des VME die Chance, auch unbesetzte betriebliche Ausbildungsplätze mit qualifizierten Bewerbern aus dem jeweils anderen Bundesland zu besetzen. Beide Länder sollten deshalb die Förderungen optimal aufeinander abstimmen, beispielsweise bei der besonderen Berücksichtigung von Studienabbrechern und Altbewerbern, sowie die Vermittlungsanstrengungen länderübergreifend erhöhen.

(C) Vattenfall Europe AG
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