18.08.16

Amsinck: „Kinder und Jugendliche in der Hauptstadtregion brauchen bessere Bildungschancen“

Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg zu INSM-Bildungsmonitor: Verbesserungen im Bundesländer-Vergleich reichen noch nicht

„Berlin und Brandenburg müssen dringend alles daran setzen, die rote Laterne in Sachen Bildung loszuwerden. Dafür brauchen wir mehr Anstrengungen an den Schulen, aber auch mehr Engagement von Familien und Jugendlichen.“ Das sagte Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), zu den am Donnerstag veröffentlichten Ergebnissen des Bildungsmonitors, einem Vergleich der Bildungssysteme der 16 Bundesländer im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). „Erfreulich ist, dass es in einigen Punkten eine spürbare Bewegung nach oben gibt. Berlin gehört zu den fünf Bundesländern, die sich bei der Bildung seit 2013 insgesamt am deutlichsten verbessert haben. Dieser Prozess muss unbedingt weitergehen“, verlangte Amsinck weiter. Die Unternehmen bräuchten gut ausgebildeten Nachwuchs, um im schärferen globalen Wettbewerb bestehen zu können. „Wie ernst sie dieses Thema nehmen, zeigt etwa die starke Zunahme der betrieblichen Ausbildungsverträge“, befand der UVB-Hauptgeschäftsführer weiter.

Berlin erreicht im aktuellen INSM-Vergleich der Bildungssysteme nur Rang 16. Sehr weit vorne ist die Hauptstadt bei der Forschung, bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und bei schulischen Ganztagsangeboten. Verbesserungspotenzial bescheinigt die Studie Berlin aber bei der Zahl der vorzeitig gelösten Ausbildungsverträge, dem Abschneiden der Schüler in Vergleichstests und dem Schulerfolg ausländischer Schüler. „Berlin ist ein Top-Standort für die Forschung. In diese Richtung muss es auch bei den Schulen gehen. Mit den Jugendberufsagenturen und der stärkeren Berufs- und Studienorientierung geht die Stadt den richtigen Weg“, urteilte Amsinck.

Brandenburg schneidet mit Rang 15 insgesamt kaum besser ab. Das Angebot an Ganztagsplätzen in Kindergärten und Schulen ist groß. Auch die Qualität der Schulen ist in Ordnung. „Dagegen haben die Hochschulen noch Luft nach oben. Vor allem in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern brauchen wir mehr Expertise.“

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat den Bildungsmonitor für alle Bundesländer heute zum 13. Mal vorgelegt. Auftraggeber ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Die anhand von 12 Handlungsfeldern und 93 Indikatoren gefertigte Studie ermittelt seit 2004 unter anderem, inwieweit ein Bundesland die Bildungsteilhabe verbessert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert. Alle Ergebnisse des Bildungsmonitors 2016 finden Sie unter www.insm-bildungsmonitor.de.

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