21.06.16Berlin

BREXIT schadet deutscher M+E-Industrie

Das Vereinigte Königreich gehört traditionell zu den wichtigsten Handelspartnern der M+E-Industrie, die hier einen erheblichen Exportüberschuss erwirtschaft. Ein Votum für das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union (BREXIT) würde den intensiven Güteraustausch zwischen beiden Ländern deutlich erschweren. Kurzfristig würde die Verunsicherung der Unternehmen deutlich zunehmen. Mittelfristig würde ein BREXIT den grenzüberschreitenden Handel durch Zölle und Abgaben stark beeinträchtigen.

Die Fakten

  • Die M+E-Industrie in Deutschland exportierte 2015 Güter im Wert von 55,8 Milliarden Euro nach Großbritannien. Dies entspricht 7,8 Prozent aller M+E-Exporte. Großbritannien liegt damit auf Rang vier unter den Exportmärkten der M+E-Industrie – nach den USA, Frankreich und China.

  • Das größte Volumen bei den M+E-Exporten nach Großbritannien erzielten die Branchen Automobilindustrie mit einem Volumen von 29 Milliarden Euro und Maschinenbau mit etwa 9 Milliarden Euro. Dahinter folgten Datenverarbeitungsgeräte mit rund 6,2 Milliarden Euro sowie elektrische Ausrüstungen mit 3,4 Milliarden Euro.

  • Auch als Standort für Direktinvestitionen der M+E-Industrie hat Großbritannien eine erhebliche Bedeutung. Im Jahr 2014 hielten die drei großen M+E-Branchen Maschinenbau, Automobilindustrie und Elektroindustrie in Großbritannien mittelbare und unmittelbare Direktinvestitionen im Wert von 14,6 Milliarden. Euro. Das waren rund 10 Prozent aller ausländischen Direktinvestitionen dieser Branchen (145 Milliarden Euro).

(Quelle: Gesamtmetall)

Das sagt die UVB zum drohenden BREXIT

Was würde ein Brexit für die Berliner Wirtschaft bedeuten? Sehen die Firmen die Möglichkeit eher gelassen oder mit Sorge? Würde die Berliner Exportwirtschaft ähnlich wie bei den Russland-Sanktionen in Mitleidenschaft gezogen?

UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck zu einem möglichen BREXIT

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