18.10.18Berlin

Wissen auf Rädern feiert Geburtstag

Die Metall- und Elektroindustrie als Deutschlands größte Lehrwerkstatt – unter diesem Motto startete die Branche am 19. Oktober 1988 ihre erste mobile Berufsinformation. Heute, drei Jahrzehnte später, zeigen zehn M+E-InfoTrucks jungen Menschen mit modernsten Medien und Experimenten aus der Praxis, wie faszinierend Technik sein kann.

Auch in Berlin und Brandenburg ist der M+E-InfoTruck regelmäßig unterwegs. „Motivierte und talentierte Nachwuchskräfte zu finden, ist für unsere Unternehmen eine entscheidende Zukunftsfrage“, sagt Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME). „Mit unseren modernen InfoTrucks zeigen wir den jungen Leuten, wie spannend eine Karriere in der Industrie heute ist und welche Rolle High-Tech in der modernen Berufswelt spielt.“ Internet- und Social-Media-Angebote bieten zusätzliche Informationen für die Jugendlichen, interessierte Eltern und Lehrkräfte. 

Bundesweit haben seit 1988 mehr als sechseinhalb Millionen Besucher die InfoMobile und InfoTrucks der Metall- und Elektroindustrie besucht. In Berlin und Brandenburg kommen jedes Jahr rund 4000 Menschen in die modernen Fahrzeuge, um sich über die Berufsbilder in Deutschlands wichtigster Industrie zu informieren. An rund 60 Tagen pro Jahr ist der InfoTruck in der Hauptstadtregion im Einsatz – in erster Linie bei Unternehmen oder auf Ausbildungsmessen. „Damit setzen wir Maßstäbe für eine moderne Berufsinformation“, erklärt Amsinck. „Der Erfolg des Trucks spricht für sich – mehr als 4.800 junge Frauen und Männer beginnen jedes Jahr eine Ausbildung in unserer Industrie in Berlin und Brandenburg.“ 

Start mit vier Gelenkbussen

Im Herbst 1988 wurde die M+E-Berufsinformation ins Leben gerufen. Zu Beginn waren es vier InfoMobile. Die BILD-Zeitung titelte zu der Zeit: „Superbus kommt mit 1.250 freien Stellen“. 1996 ging die zweite Generation der InfoMobile auf Tour. Neufahrzeuge lösten die bisherigen, umgebauten Gelenkbusse ab. Schnell war klar geworden, dass die Berufsinformationskampagne auf Dauer erfolgreich sein würde. „Dass es nun 30 Jahre geworden sind, hätte damals kaum jemand für möglich gehalten“, bilanziert Amsinck. 

Der Erfolg der M+E-Berufsinformation fand schnell Anerkennung. 1999 stellten laut einer Emnid-Umfrage mehr als zwei Drittel der Lehrer bei ihren Schülern nach einem InfoMobil-Besuch fest, dass deren Wissen über M+E-Berufe zugenommen hatte. Knapp zehn Jahre später folgte die zweite große Evaluation und Effizienzbewertung durch eine externe Beraterfirma. Das Ergebnis: 96,6 Prozent der befragten Unternehmen hielten eine Fortführung der Kampagne für sinnvoll. 

Die mobile Berufsinformation wird digital 

Bereits zu Beginn der Kampagne stand die digitale Kompetenz im Vordergrund. In den Trucks kamen sogenannte Bildplatten zum Einsatz - Berufsinformation in Bild und Ton gab es also lange vor der durchgreifenden Digitalisierung im Videobereich. Es folgten Disketten, CDs, DVDs und USB-Sticks. Unter meberufe.info startete die Kampagne 2003 ihren ersten Internetauftritt. Es folgten spezielle Angebote für Lehrer, Schüler, Eltern und Firmen sowie 2015 der Start diverser Social Media-Angebote rund um das Thema M+E-Berufsinformation. 

Von Anfang an mit dabei war die Ausbildungsdatenbank. Hier können M+E-Unternehmen Schülerinnen und Schüler unkompliziert auf aktuelle Ausbildungs- und Praktikumsangebote in ihrer Region aufmerksam machen. Heute werden dort deutschlandweit rund 7.500 freie Stellen angeboten. Für die hohe Qualität und die stetige Neuerfindung wurde die Gesamtkampagne mit dem Fox Award in Gold und Silber ausgezeichnet. Hinzu kam der Deutsche Computerspielpreis 2010 in der Kategorie Best Serious Game für „ExperiMINTe“.  

Die dritte Generation setzt neue Maßstäbe

2015 präsentierten der damalige VME-Vorstandsvorsitzende Dr. Udo Niehage und die damalige Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer den ersten InfoTruck der neuen Generation in der Hauptstadtregion. Mit diesen Fahrzeugen setzte die Branche neue Maßstäbe in der Berufsinformation. Auf zwei Etagen mit etwa 80 Quadratmetern Präsentationsfläche machen neueste Multimedia-Anwendungen und anschauliche Experimentierstationen den InfoTruck-Besuch zu einem spannenden Erlebnis. Jugendliche lernen an M+E-typischen Arbeitsplätzen technische Zusammenhänge kennen. So bleibt auch künftig die M+E-Berufsinformation das überzeugende Angebot der M+E-Verbände zur bundesweiten Sicherung des Fachkräftenachwuchses.

Fotos und Filme zum M+E-InfoTruck finden Sie hier

Die nächsten Einsatztermine des M+E-InfoTrucks in Berlin und Brandenburg:  

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e. V. (VME) vertritt die Interessen der größten Industriebranche der Region. Er ist regionaler Tarifpartner der Branchengewerkschaften der M+E-Industrie. Daneben setzt er sich für die Belange seiner Unternehmen in der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik ein. Dem VME gehören 138 Unternehmen an. Auf Bundesebene ist der VME mit anderen regionalen Metallarbeitgeberverbänden im Dachverband GESAMTMETALL zusammengeschlossen. Der VME ist der größte Mitgliedsverband der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).

Ihre Ansprechpartner zum M+E-InfoTruck

Thoralf Marks
Berufs- und Ausbildungspolitik
Thoralf
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