Arbeitgeber fordern Bewegung von der IG Metall
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Auch die dritte Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie der Hauptstadtregion ist am Dienstag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. „Unser Angebot für die 100.000 Beschäftigten ist fair und gerecht. Es passt zur wirtschaftlichen Lage und zu den ungewissen Aussichten der Branche. Warum die Gewerkschaft das nicht anerkennt, verstehen wir nicht“, sagte Stefan Moschko, Verhandlungsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg (VME). „Wir sind der IG Metall nicht nur beim Entgelt, sondern auch in den qualitativen Punkten weit entgegen gekommen. Sie muss endlich auf den Boden der Tatsachen zurückkehren“, verlangte er.
Moschko erinnerte die IG Metall an das umfangreiche Angebot der Arbeitgeber in Sachen Altersteilzeit. „Wir sind bereit, zu diesem Thema einen neuen Tarifvertrag abzuschließen. Er muss allerdings die demografische Entwicklung berücksichtigen.“ Die Regelung könne deshalb nur für besonders Belastete gelten und für maximal zwei Prozent einer Belegschaft. Freiwillige Lösungen seien überdies weiterhin möglich.
Keine Chance sehen die Arbeitgeber indes für die von der IG Metall außerdem noch geforderte Bildungsteilzeit. Die Weiterbildung in den Betrieben funktioniere, und die bestehenden gesetzlichen und tariflichen Instrumente seien längst nicht ausgeschöpft. Gleichwohl halten die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie daran fest, den Tarifkonflikt am Verhandlungstisch lösen zu wollen. Dazu müsse die IG Metall aber umdenken. „Wir brauchen einen Abschluss, der vor allem unseren mittelständischen Firmen genügend Luft zum Atmen lässt. Wenn die IG Metall die Belastbarkeit der Unternehmen überstrapaziert, gefährdet sie Arbeitsplätze.“ Moschko rief die Gewerkschaft auf, jetzt keine weiteren Warnstreiks anzuzetteln.
Disclaimer
Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e. V. (VME) vertritt die Interessen der größten Industriebranche der Region. Er ist regionaler Tarifpartner der Branchengewerkschaften der M+E-Industrie. Daneben setzt er sich für die Belange seiner Unternehmen in der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik ein. Dem VME gehören 138 Unternehmen an. Auf Bundesebene ist der VME mit anderen regionalen Metallarbeitgeberverbänden im Dachverband GESAMTMETALL zusammengeschlossen. Der VME ist der größte Mitgliedsverband der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).