Brandes: „Lohnforderung der IG Metall unangemessen – Krise bewältigen, nicht verschärfen“
„Die IG Metall will in dieser Tarifrunde offenbar große Kuchenstücke verteilen – dabei ist in vielen Betrieben unklar, ob überhaupt genügend Mehl zum Backen vorhanden ist." Damit reagierte Henning Brandes, Verhandlungsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME), auf die Forderung der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen nach fünf Prozent mehr Lohn.
Diese sei unangemessen, befand Brandes weiter. „Die Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg steckt seit Jahren in einer historischen Strukturkrise. Die Transformation verlangt den Betrieben alles ab. Das weiß auch die Gewerkschaft. Die Personalkosten sind ein gewichtiger Teil des Problems. Die IG Metall darf sich dieser Einsicht nicht verweigern, sonst gefährdet sie die Produktion in Deutschland. Es geht in dieser Tarifrunde darum, Arbeitsplätze und Standorte so abzusichern, dass unsere Unternehmen eine Zukunft haben.“
Henning Brandes, Verhandlungsführer des VME.
Brandes weiter: „Die Tarifvertragsparteien müssen in einer extrem schwierigen Lage zeigen, dass sie gemeinsam zu einer Lösung kommen, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sichert und die Beschäftigung stabilisiert. Kosten senken, Standort retten – das ist die klare Maßgabe für diese Tarifrunde.“
Disclaimer
Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e. V. (VME) vertritt die Interessen der größten Industriebranche der Region. Er ist regionaler Tarifpartner der Branchengewerkschaften der M+E-In-dustrie. Daneben setzt er sich für die Belange seiner Unternehmen in der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Bil-dungs- und Sozialpolitik ein. Dem VME gehören rund 130 Unternehmen an. Auf Bundesebene ist der VME mit anderen regionalen Metallarbeitgeberverbänden im Dachverband GESAMTMETALL zusammengeschlossen. Der VME ist der größte Mitgliedsverband der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).