03.04.17 | Potsdam

Erste bundesweite Schul-Cloud startet in die Pilotphase

In Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem bundesweiten Exzellenznetzwerk mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen (MINT-EC) startete das Hasso-Plattner-Institut (HPI) das Projekt "Schul-Cloud", das heute am HPI Potsdam in die Pilotphase ging. 26 Schulen des MINT-EC sind beteiligt.  Berlin ist mit dem Heinrich-Hertz-Gymnasium und Brandenburg mit dem Marie-Curie-Gymnasium in Ludwigsfelde vertreten.

Matthias Graf von Kielmansegg, Ministerialdirigent des BMBF, und Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz der Länder, gaben im Rahmen des Forums „Schul-Cloud: Zukunftssichere IT-Infrastruktur für Schulen in Deutschland“ den Startschuss.

Schulcloud bringt Digitalisierung in der Schule auf den neuesten Stand

Für das MINT-EC-Schulnetzwerk als mathematisch-naturwissenschaftlich orientiertes Bildungsnetzwerk hat die Schul-Cloud eine besondere Bedeutung. Mit ihr können die beteiligten Schulen die eigene digitale Transformation vorantreiben und zeitgemäße Cloud-Technologien erproben. Sie bekommen ein Instrument an die Hand, dass sie in ihrer Arbeit unterstützt und den Anschluss an die digitale Welt ermöglicht.

Für den Zugriff auf die Schul-Cloud sind lediglich internetfähige Anzeigegeräte und ein Internetzugang notwendig. Damit entfällt für die Schulen künftig die zeitintensive Administration von eigenen Geräten. Ein weiterer Pluspunkt: Die Programme in der Schul-Cloud sind hinsichtlich Technik und Sicherheit immer auf dem aktuellsten Stand.

Die technische Infrastruktur der Schul-Cloud wird vom Hasso-Plattner-Institut konzipiert. Hier werden bestehende Ansätze und technische Lösungen integriert und zentral vernetzt.

Praxistest in 26 MINT-EC-Schulen

Das Netzwerk MINT-EC organisiert im Rahmen des Pilotprojektes den fachlichen Austausch zwischen Schulleitungen und Lehrkräften der Schulen. Außerdem unterstützt MINT-EC dabei, Best-Practice-Beispiele zu identifizieren und über Multiplikatoren in die Fläche zu tragen.

Zudem erarbeitet das Netzwerk Konzepte zur Einführung der Schul-Cloud an den Schulen, zur Anwendung der Schul-Cloud in der Unterrichtsplanung und -durchführung, zur Weiterbildung von Lehrkräften sowie Möglichkeiten, den Schulen die notwendigen Anzeigegeräte zur Verfügung zu stellen. Dafür haben sich die Vertreter der 26 MINT-EC-Schulen in Arbeitsgruppen organisiert.

Ab diesem Sommer hält die Schul-Cloud dann Einzug in das Schulleben. In den Fächern Mathematik und Deutsch wird sie in den Pilotschulen im schulischen Alltag erprobt und weiterentwickelt.

Auch für die Schülerinnen und Schüler ist das ein großer Schritt Richtung Zukunft: Die Teilnahme an der Pilotphase bietet ihnen die Möglichkeit, neueste digitale Medien und Techniken zu nutzen, um überall und jederzeit auf aktuelle Lern- und Lehrmaterialien zuzugreifen. Dies soll auch das selbstverantwortete Lernen weiter anregen.

MINT-EC

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen.

MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs-und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING sowie die Siemens Stiftung. Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg ist Mitglied des MINT-EC und fördert die Aktivitäten.

Weiterführende Informationen

Ihre Ansprechpartnerin zum Thema Schulpolitik