29.10.26

Metall-Arbeitgeber legen Angebot zur Stärkung von Standort und Investitionen vor

Brandes: „Abwärtstrend stoppen, wettbewerbsfähig werden – das sind die Ziele dieser Tarifrunde“

Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg haben der IG Metall heute in der laufenden Tarifrunde ein Angebot vorgelegt. Das Ziel ist, eine zügige Einigung mit der Gewerkschaft zu erreichen, damit die Unternehmen und ihre Beschäftigten Sicherheit bekommen. „Wir müssen als Sozialpartner gemeinsam dazu beitragen, den Standort wieder wettbewerbsfähig zu machen. Erst wenn sich Investitionen wieder rechnen, hat unsere Industrie mit ihren Arbeitsplätzen wieder eine Zukunft in Deutschland“, sagte Henning Brandes, der Verhandlungsführer des VME. 

Das Angebot der Arbeitgeber sieht vor: 

  • eine differenzierbare Einmalzahlung in Höhe von 1 Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027, 
  • eine Tabellenerhöhung in Höhe von 1,3 Prozent im Juli 2028 – bei einer Gesamtlaufzeit bis zum 31. Dezember 2028, 
  • eine Ausweitung und dauerhafte Festschreibung der automatischen Differenzierung. 
  • Das Angebot erfolgt in der Erwartung der Einführung eines betrieblichen Instruments zur Sicherung von Investitionen, Innovationen, Standorten und Beschäftigung.
  • Es bestehen Gesprächswünsche über die hohen Krankenstände und Maßnahmen zur Senkung der Krankheitskosten.
  • Es besteht ferner ein Gesprächswunsch zur beschleunigten Einführung von KI.

Dieses Angebot haben die Arbeitgeber auch in den übrigen Tarifgebieten vorgelegt. Es zeigt die Geschlossenheit der Arbeitgeberverbände. „Unsere Industrie steckt in einer tiefen historischen Krise. Daraus müssen wir uns schnellstmöglich befreien“, befand Brandes. „Mit dem Angebot signalisieren wir, dass wir einen konstruktiven und tragbaren Abschluss erzielen wollen. Intensive Streikmaßnahmen wären in der aktuellen Lage das absolut falsche Signal.“ 

Eine Blitzumfrage des VME hatte kürzlich ergeben, dass jeder vierte Betrieb in der Region  aktuell mit einem Personalabbau rechnet. Nur jedes zehnte Unternehmen geht von zusätzlicher Beschäftigung in den kommenden Monaten aus. 40 Prozent erwarten, dass ihr Standort in Zukunft schrumpfen wird oder sogar ganz aufgegeben werden muss. Zudem werden immer mehr Neuaufträge angesichts hoher Kosten nicht im Inland, sondern in Werken jenseits der Grenzen erledigt. 29 Prozent der Unternehmen gaben an, dies sei bei ihnen der Fall – mit steigender Tendenz.

Disclaimer

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e. V. (VME) vertritt die Interessen der größten Industriebranche der Region. Er ist regionaler Tarifpartner der Branchengewerkschaften der M+E-In-dustrie. Daneben setzt er sich für die Belange seiner Unternehmen in der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Bil-dungs- und Sozialpolitik ein. Dem VME gehören rund 130 Unternehmen an. Auf Bundesebene ist der VME mit anderen regionalen Metallarbeitgeberverbänden im Dachverband GESAMTMETALL zusammengeschlossen. Der VME ist der größte Mitgliedsverband der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).

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„Dieses Angebot ist für uns nicht einfach.“

VME-Verhandlungsführer Henning Brandes

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