12.02.15 | Berlin

Metall- und Elektroindustrie verlangt mehr Engagement für MINT-Fächer

© MINT-EC 2015

MINT ist kein Beruf, MINT ist eine Perspektive. © MINT-EC 2015

Eine Einparkhilfe konstruieren, kosmische Strahlung messen, echte außerirdische Materie unterm Mikroskop erforschen, dem Brustkrebs auf die Spur kommen oder eine Smartphone-App programmieren – das können 400 Schüler aus  ganz Deutschland beim heute beginnenden Hauptstadtforum „MINT400“ tun, veranstaltet vom nationalen Schulnetzwerk MINT-EC. Im Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch kommen dabei am 12. und 13. Februar junge Menschen sowie 50 engagierte Lehrer zusammen, die ein besonderes Interesse für Themen rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik haben.

Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie unterstützen die Veranstaltung und das Netzwerk. „MINT steht für Zukunftsbranchen wie beispielsweise Medizintechnik, Energieversorgung, Informationstechnik oder Biotechnologie“, sagte Sven Weickert, Leiter der Abteilung Bildung beim Verband der Metall- und Elektroindustrie Berlin und Brandenburg (VME), auf dem Forum. Die Wirtschaft sei auf wissensdurstige, qualifizierte Nachwuchskräfte dringend angewiesen. Weickert: „MINT ist kein Beruf, MINT ist eine Perspektive. Ohne genügend junge Köpfe mit naturwissenschaftlich-technischen Talenten geht es nicht – sonst gerät unsere Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr.“ Er rief Schulen und Lehrer auf, sich noch stärker für MINT-Fächer zu engagieren und die exzellenten Berufsaussichten in diesem Bereich hervorzuheben.

Auf die 400 jungen MINT-Experten warten Workshops in mehr als 30 Laboren, Forschungseinrichtungen und Unternehmen in der Hauptstadtregion. Hinzu kommen eine Reihe von Fachvorträgen sowie mehrere Talkrunden. Anwesend sind auf dem Forschertreffen unter anderem die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann und Berlins Bildungsstaatssekretär Mark Rackles. Das Forum findet alle zwei Jahre statt und ist in seiner Form einzigartig. In Berlin sind neun Schulen Mitglied im MINT-EC-Netzwerk, bundesweit gehören ihm 212 Schulen mit insgesamt 230.000 Schülern an.

Disclaimer

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e. V. (VME) vertritt die Interessen der größten Industriebranche der Region. Er ist regionaler Tarifpartner der Branchengewerkschaften der M+E-Industrie. Daneben setzt er sich für die Belange seiner Unternehmen in der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik ein. Dem VME gehören 138 Unternehmen an. Auf Bundesebene ist der VME mit anderen regionalen Metallarbeitgeberverbänden im Dachverband GESAMTMETALL zusammengeschlossen. Der VME ist der größte Mitgliedsverband der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).

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