17.11.20

Forderungen der IG Metall werden dem Ernst der Lage nicht gerecht

Amsinck: „Es gibt nichts zu verteilen“

Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben die Forderungen der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen nach Einkommensverbesserungen in einem Volumen von 4 Prozent als unerfüllbar bezeichnet. „Der Großteil unserer Firmen befindet sich in einer dramatischen Lage. Die Pandemie, der Konjunktureinbruch und die Transformation verlangen ihnen alles ab.“ Das sagte Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME), am Dienstag in Berlin. „In dieser Situation gibt es nichts zu verteilen – das hat die Gewerkschaft offenbar noch nicht erkannt.“

Zentrales Ziel für die Arbeitgeber sei es, so viel Beschäftigung wie möglich zu sichern. Das werde nur mit wettbewerbsfähigen Produkten und Standortbedingungen gelingen. „Die Möglichkeit, bei schwacher Auftragslage weniger zu arbeiten, gibt es längst. Jeder Lohnausgleich bedeutet höhere Arbeitskosten pro Stunde und gefährdet damit Beschäftigung“, sagte Amsinck.

Weitere Schritte zur Angleichung der Arbeitsbedingungen in den neuen Bundesländern lehnen die Arbeitgeber ab. Ein zusätzliches Sonderopfer Ost passe überhaupt nicht in die Landschaft, sagte Amsinck. „Die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe im Osten darf auf keinen Fall zur Disposition gestellt werden.“

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e. V. (VME) vertritt die Interessen der größten Industriebranche der Region. Er ist regionaler Tarifpartner der Branchengewerkschaften der M+E-Industrie. Daneben setzt er sich für die Belange seiner Unternehmen in der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik ein. Dem VME gehören rund 130 Unternehmen an. Auf Bundesebene ist der VME mit anderen regionalen Metallarbeitgeberverbänden im Dachverband GESAMTMETALL zusammengeschlossen. Der VME ist der größte Mitgliedsverband der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).

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