Ausbildung
Neben den grundlegenden Regelungen zu Arbeitsbedingungen im Ausbildungsverhältnis (Ausbildungszeit, Ausbildungsvergütung usw.) finden sich in den Tarifverträgen auch einige Sonderregelungen für den Bereich der Ausbildung.
So haben Auszubildende im Fall eines erfolgreichen Ausbildungsabschlusses grundsätzlich Anspruch auf die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis. Die Anzahl der unbefristet bzw. für mindestens 12 Monate zu übernehmenden Ausgebildeten können Arbeitgeber und Betriebsrat jedoch noch näher bestimmen.
Tarifvertrag Förderjahr
Jugendliche, die den Anforderungen an eine Berufsausbildung noch nicht entsprechen, sollen durch den Tarifvertrag Förderjahr über eine bis zu einjährige Förderphase in einem M+E-Betrieb an eine Berufsausbildung herangeführt werden.
Im Dezember 2015 beschlossen die IG Metall und der VME die Öffnung des „Tarifvertrages Förderjahr“ auch für Flüchtlinge. Damit sollen Unternehmen, die jungen Menschen in einem 6- bis 12-monatigen Langzeitpraktikum den Einstieg in die M+E-Berufswelt ermöglichen, finanziell unterstützt werden. Während der Praktika lernen Geflüchtete den Alltag in einem Betrieb und die wichtigsten Aufgabenfelder in Metall- und Elektroberufen kennen. Außerdem gehen sie zur Berufsschule. Bewähren sie sich, können sie anschließend in eine reguläre duale Ausbildung wechseln. Der VME übernimmt für 100 Plätze die Vergütung während der ersten sechs Monate. Zudem hilft er den Unternehmen, passende Bewerber zu finden und die Bürokratie zu bewältigen. Die Bundesagentur für Arbeit stockt die Bezahlung zusätzlich auf.