15.04.16Berlin

M+E-Arbeitgeber der Hauptstadtregion bieten Beschäftigten spürbare Lohnerhöhung

Einkommen sollen um 1,2 Prozent steigen

Moschko: Tarifrunde muss ein Zeichen für mehr Wettbewerbsfähigkeit setzen

Die Löhne der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie der Hauptstadtregion sollen ab dem 1. April um 1,2 Prozent steigen. Dieses Angebot haben die M+E-Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde am Freitag in Berlin der IG Metall unterbreitet. Die Laufzeit soll bei zwölf Monaten liegen. „Das ist ein deutliches Reallohn-Plus für die Arbeitnehmer. Zugleich schöpft es den Verteilungsspielraum aus und wird es der Lage der Betriebe in dieser schwierigen Zeit gerecht“, sagte Stefan Moschko, Verhandlungsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME). „Alles andere erhöht das Risiko von Arbeitsplatz-Verlusten.“

Die Erhöhung um 1,2 Prozent besteht aus zwei Komponenten. Zum einen soll das Tabellenentgelt dauerhaft wirksam um 0,9 Prozent steigen. Zum anderen soll es eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent geben. „Dieses Element ist wichtig, um die Arbeitskosten der Unternehmen auf Dauer in einem vertretbaren Rahmen zu halten“, unterstrich Moschko. „Seit 2012 sind die Löhne in unserer Industrie um vierzehn Prozent gestiegen, die Produktivität aber nur um 2 Prozent. Wir können aber nicht auf Dauer mehr verteilen, als wir erwirtschaften. Das würde das Vertrauen unserer Unternehmen in den Standort und in den Flächentarif weiter gefährden.“ In dieser Tarifrunde müsse die internationale Wettbewerbsfähigkeit der M+E-Industrie im Mittelpunkt stehen, die für die Entwicklung in Berlin und Brandenburg enorm wichtig sei.

Mit dem Angebot tragen die Arbeitgeber der Preissteigerung von aktuell 0,3 Prozent Rechnung. Außerdem berücksichtigen sie die Trendrate der gesamtwirtschaftlichen Produktivitätssteigerung von 0,6 Prozent. „Unser Angebot orientiert sich an ökonomischen Fakten – und nicht an Wunschdenken, wie es bei der Forderung der IG Metall der Fall ist“, fügte Moschko hinzu.

Er warnte die Gewerkschaft davor, den Belegschaften ein verzerrtes Bild der momentanen Wirtschaftslage zu vermitteln und die Erwartungen mit möglichen Arbeitskampf-Maßnahmen in die Höhe zu treiben. „Billiges Öl, niedrige Zinsen und ein günstiger Wechselkurs dürfen keine Grundlage für übermäßige Lohnsteigerungen sein. Gerade die vielen kleinen und mittleren Betriebe in unserer Region können sehr schnell in eine Schieflage geraten, wenn sich der Wind wieder dreht“, mahnte der Verhandlungsführer. Es sei jetzt an der Zeit, rasch zu einer Einigung zu kommen. „Die IG Metall muss ihren Höhenflug beenden und zur Landung ansetzen.“

Auf www.falsche-zeit-fuer-hoehenfluege.de informieren die Metall-Arbeitgeber über ihre Standpunkte und den Verlauf der Tarifrunde.
Auf www.wir-fuer-mehr.de (eigentlich ein Slogan der IG Metall) unterziehen wir die Argu-mente der Gewerkschaft einem Faktencheck.

 

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e. V. (VME) vertritt die Interessen der größten Industriebranche der Region. Er ist regionaler Tarifpartner der Branchengewerkschaften der M+E-Industrie. Daneben setzt er sich für die Belange seiner Unternehmen in der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik ein. Dem VME gehören 138 Unternehmen an. Auf Bundesebene ist der VME mit anderen regionalen Metallarbeitgeberverbänden im Dachverband GESAMTMETALL zusammengeschlossen. Der VME ist der größte Mitgliedsverband der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB).

Maß halten. Standort halten.

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